Ich habe schon öfters drüber nachgedacht ob die Einrichtung eines Backup-MX Sinn macht. Generell wäre das kein Thema, da entsprechende Mailserver eh zur Verfügung ständen. Die Frage ist jedoch: Macht es überhaupt Sinn? Generell probiert ein Mailserver ja nicht nur einmal die Email zuzustellen, sondern mehrmals. Was denkt ihr über das Thema? Backup-MX: Ja oder Nein?
Backup-MX: Ja oder Nein?
Ähnliche Beiträge im Blog:
- Besteht Interesse an Backup-Space?
- Relaunchtermin steht fest
- Ne, haben wir nicht vergessen..
- Backup der Datenbank der Igel Universal Management Suite
- Windows Hosting





Ein Backup-MX ist schon sinnvoll. Die Frage ist nur, wie er umgesetzt wird, das hat einen entscheidenden Einfluß auf das Verhalten bei Spam-Mails, Viren und Bounches wegen gefälschten Absendern hat.
Was ich bisher am Besten finde: Der Backup-MX ist gleich richtig zuständig für die Mails, stellt sie also lokal zu. Man liest dann die Mails in 2 IMAP-Boxen, hat aber bei einem Ausfall quasi keine Wartezeit (nur das Mail-Archiv ist quasi nicht vollständig zugänglich, die Synchroniesierung kann wohl mit Tools gemacht werden, das ist aber nicht so einfach). Der Backup-MX wird auch keine Mails von Empfängern annehmen, die nicht existieren, da er ja eh alle gültigen Adressen kennt.
Es gibt auch Möglichkeiten, das der Mailserver alle gültigen Empfänger direkt beim Primary erfragt, solange er online ist und diese dann cached. Solange der Master dann online ist, geht das auch gut. Ist er allerdings offline, nimmt der BackupMX allerdings auch Mails an, die gar nicht zugestellt werden können. Bei gefälschten Abensendern hat man dann wieder den Ärger mit den Bounches.
Wenn man einfach so den Backup-MX ohne irgendwas zusätzliches betreibt, muß man mit einer ganzen Menge Bounches leben, kann aber im Notfall den Backup-MX als Mailserver konfigurieren und kommt auch an die Mails.
Lange Rede, kurzer Sinn: Backup-MX ja, wenn er gleich die Mails lokal zustellen kann. Dann müßte nur noch jemand ein Skript schreiben, der die Mail-Accounts der SysCPs auf den zwei Mailservern synchronisieren kann.
Ich halte ein Backup-MX grundsätzlich für sinnvoll.
Wie mein Vorredner bereits schrieb, muss man sich aber Gedanken machen in welcher Größenordnung man diesen Betreiben möchte, denn viele Wege führen nach Rom
Einen kompletten (mit komplett meine ich inkl. IMAP/POP Access) halte ich meiner Meinung nach für Überflüssig. Zumindest wir arbeiten bei den Mainservern mit der hochgesteckten SLAs. Dort sollte es eigentlich keinerlei größeren Ausfälle geben, die einen “kompletten” Backup-MX rechtfertigen würden.
Wobei es natürlich bei einfachem und schnellem Setup sicher auch eine Überlegung wert wäre
Ich habe mir aber eigentlich mehr Gedanken darüber gemacht, dass Mails bei einem kurzen Ausfall (Leitungsprobleme, etc.) trotzdem angenommen werden. Aber in diesem Fall sollte der sendende Mailserver es in der Regel einfach später nochmal versuchen und die Mail dann wieder zustellen können. Daher macht hier der Backup-MX wieder weniger Sinn.
Wir haben einen Backup-MX in einem anderen (völlig anders angebundenen) RZ stehen. Er spricht nur SMTP (kein POP3/IMAP) und enthält eine mit dem PrimaryMX synchronisierte Benutzerdatenbank. Das heißt, auch Spamfilter, Autoresponse usw. funktionieren dort wie auf dem PrimaryMX.
Es soll bereits Spam-Tools geben, die vorzugsweise über einen BackupMX Mails ausliefern, weil dort oftmals die Relay-Hürden niedriger gesetzt sind…
Ich denke ein Backup-MX macht auf jeden Fall Sinn; u.a. auch deshalb, weil viele Kunden mit eigenen Standleitungen unsere MX als SMTP-Relay verwenden – beim Ausfall des PrimaryMX könnten diese also auch keine Mails versenden.
Aus Kundensicht macht es schon Sinn, weil es ein Verkaufsargument ist. Da wir keine Webhostingkunden betreuen geht es hier rein um unsere eigenen Mailaccounts.
Ich bin halt immernoch am grübeln
Ich denke das es nur Sinn macht wenn der Backup-MX wirklich in einem örtlich getrennten RZ steht. Das der gewöhnliche MX über längere Zeit ausfällt ist ja mit der heutigen Technik sehr gut vermeidbar und kann nur passieren wenn das RZ komplett physikalisch abgeschnitten wird.
Bei größeren System-Umstellungen ist man mit einem Backup-MX u. U. flexibler und kann deren Auswirkungen auf die Kunden damit vielleicht auch mit auf ein Minimum reduzieren. Zudem ist man dann auch nicht direkt auf das Retry-Intervall des versendenden Mailservers angewiesen, da man den Backup-MX eben so konfigurieren kann, wie man es möchte.
Solange der Backup-MX entsprechend gegen Spam geschützt ist und somit nicht zur Spam-Schleuder wird, halte ich die Verwendung eines solchen also durchaus für sinnvoll.
Unverzichtbar aus meiner Sicht! Was wirft das für ein Licht auf eine Firma/ein Unternehmen, wenn Mails nicht angenommen werden können, des weiteren gibt es viele Anrufe der Absender, viele Mitarbeiter die diese wiederum entgegenehmen müssen und somit Arbeitszeit verlieren. Des weiteren aus Sicht der IT, kann ich den Kunden oder die GF beruhigen und mit gewissheit sagen, das keine Email verloren geht. Alle Mails sind sicher zwischengespeichert. Die Frage ist natürlich ob man das Risiko liebt, oder ob es einem Unternehmen z.B. nichts bedeutet/nicht wichtig ist, das alle Mails ankommen. Kann ich mir zwar schwer vorstellen, weil Mails heutzutage meistens auch Geld bedeuten (Bestellungen, Kundenanfragen, Aufträge, Bestell-/Auftrags Status, naja etc.)
Ich kenne nicht einen Kunden der darauf verzichten würde und das Risiko liebt^^
Klar senden Mailserver nicht nur einmal eine Mail, wie oft und in welchen Zeitabständen ist jedoch nicht genormt. So ist es gut möglich das der ein oder andere auch gleich nach dem 2ten Versuch, davon ablässt.
Je nach dem wie das eigene Netz und die Server ausgestattet sind die dies Managen, ist es mehr oder weniger sinnvoll den MX-Backup im RZ oder außerhalb zu haben. Das muss jeder sicherlich für sich entscheiden und abwägen…
Meine Meinung: Ein MX-Backup ist ein Muss!^^
Gruß, Stefan.